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Marburg: Studienprojekt zur Feststellung von wahrgenommenen Grenzen bei sehbehinderten und blinden Jugendlichen im Sport

Eintrag vom 07.05.2019

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PD. Dr. Martin Giese und Julius Klotz führen aktuell eine Studie durch, in der es um die Feststellung von wahrgenommenen Grenzen bei sehbehinderten und blinden Jugendlichen im Sport geht. Ziel ist es, zu verstehen, wie Lehrer und Lehrerinnen sowie Eltern passgenaue Sportangebote für sehbeeinträchtigte und blinde Jugendliche bereitstellen können. Die Studie wird im Rahmen des Seminars "Inklusion im Sportunterricht im Zeichen des Service Learning“ unter der Leitung von PD. Dr. Martin Giese durchgeführt. 

Zu desem Zweck ist ein Fragebogen zur Feststellung individuell wahrgenommener Grenzen bei sehbehinderten und blinden Jugendlichen im Sport entwickelt worden.

"Besonders im Hinblick auf sehbehinderte und blinde Jugendliche und deren Teilnahme am Sport, besteht in Deutschland ein Mangel an empirischer Forschung. Um aber besser zu verstehen, wie Lehrer und Eltern hochwertige und passgenaue Sportangebote für diese Jugendlichen bereitstellen können, erscheint es wichtig, die Wahrnehmung der Grenzen im Sport von sehbehinderten Personen und die Möglichkeiten ihrer Teilhabe am Sport zu erforschen. Im Rahmen eines Studienprojektes zur Feststellung von wahrgenommenen Grenzen bei sehbehinderten und blinden Jugendlichen an der Philipps Universität Marburg unter der Leitung von PD Dr. Giese wurde ein Fragebogen zu genau diesem Zweck erarbeitet. Dieser Fragebogen wurde im Original in den USA entwickelt und dort mit 41 sehbehinderten Jugendlichen evaluiert. Durch die Befragung sollen Sichtweisen und Wahrnehmungen von Jugendlichen in Bezug auf ihre sportliche Aktivität erforscht werden, um wahrgenommene Grenzen in den Bereichen persönliche Grenzen, soziale Grenzen und Grenzen der Umgebung, zu identifizieren. Diese Ergebnisse helfen, die Lebenswelt der sehbehinderten und blinden Jugendlichen besser zu verstehen und Sport- und Bewegungsangebote besser als vorher an ihre individuellen Wünsche und Bedarfe anzupassen. Zusätzlich wurde herausgefunden, welche Einstellungen sportlich aktive Jugendliche mit Sehbeeinträchtigungen von weniger aktiven Jugendlichen mit Sehbeeinträchtigungen unterscheidet. Dasselbe Ziel wird nun mit der Durchführung des Fragebogens in Deutschland verfolgt. Zusätzlich sollen die Ergebnisse mit denen aus den USA verglichen werden, um zu erforschen, ob interkulturelle Unterschiede existieren." (Zitat und Quelle: Bundesvereinigung Eltern linder und sehbehinderter Kinder e.V.)

weitere Informationen und Fragebogen