ISaR Projekt

Inclusive Services and Rehabilitation

Virtuelles Kompetenzzentrum zur Unterstützung von Schülerinnen und Schülern mit einer Sehbeeinträchtigung

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Inklunet
Förderer
Technische Universität Dortmund
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Fortbildungen zum Thema „Inklusiver Mathematikunterricht"

Eintrag vom 03.01.2020

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"Inklusive Unterrichtsgestaltung erfordert von den beteiligten Lehrkräften hohe Flexibilität. Immer wieder müssen Lösungen gefunden werden, die zum konkreten Unterrichtsinhalt, zu den Lernenden und zu den jeweiligen schulischen Rahmenbedingungen passen. Bei der Unterrichtsplanung müssen vielfältige Entscheidungen für bzw. gegen bestimmte Aufgaben, Materialien oder Methoden getroffen werden, um die Balance zwischen individueller Förderung und gemeinsamem Lernen zu halten. Konzepte, die einen Rahmen für diese Entscheidungen bieten, können den Planungsprozess systematisieren, vereinfachen und die inklusive und mathematikdidaktische Qualität erhöhen.

Ein solches Konzept ist der Kern eines bereits erprobten Fortbildungsmoduls. Zielgruppe sind sowohl Regelschullehrkräfte, die inklusiv Mathematik unterrichten, als auch Sonderpädagoginnen und Sonderpädagogen, die diesen Unterricht beratend und unterstützend begleiten. Für Mathematiklehrkräfte an den Förderschulen Sehen, die sehr heterogene Lerngruppen unterrichten, kann es ebenfalls von Interesse sein.

Konkret sind die folgenden Themen Teil des Angebots:

  • Informationen zum Forschungsstand: Mathematiklernen bei Sehbeein-

    trächtigung und Blindheit

  • Konzept für die flexible, aber systematische Planung von inklusivem Un-

    terricht und die Gestaltung von Lernmaterialien

  • Intensiver Einbezug von konkreten Unterrichts- bzw. Fördersituationen

    aus der Praxis der Beteiligten

  • Thematisierung der Rollenverteilung Mathematiklehrkraft/Beratungs-

    lehrkraft
    Welche Aspekte in welchem Umfang umgesetzt werden können, hängt vom Zeitrahmen und den Bedarfen der teilnehmenden Lehrkräfte ab.

    Organisation:

    Grundsätzlich ist ein zeitlicher Umfang von 3 Stunden bis hin zu zwei Fortbil- dungstagen mit eingelagerter Praxisphase denkbar. In der Erprobung hat sich gezeigt, dass sich in gemischten Gruppen aus Regelschul- und Beratungslehr- kräften besonders fruchtbare Diskussionen ergeben. Dabei gibt es keine Be- schränkung auf Schulstufen oder -formen, auch der Einbezug von Lehrkräften an anderen Förderschulen ist möglich. Die Fortbildungen finden an den einla- denden Schulen oder Förderzentren statt.

    Evaluation:

    Um mehr über Verbesserungsmöglichkeiten und die Wirksamkeit dieser Fort- bildung zu erfahren, ist es geplant, Diskussionen in Arbeitsphasen aufzuzeich- nen, Arbeitsergebnisse zu analysieren und Telefoninterviews mit einzelnen Be- teiligten einige Wochen später zu führen. Diese Daten werden selbstverständ- lich vertraulich behandelt und anonymisiert.

    Kosten:

Da im Rahmen dieses Forschungsprojekts auch Mittel der Forschungsförderung zur Verfügung stehen, ist nur ein Unkostenbeitrag (Reisekosten) erwünscht.

Fortbildnerin:
Juliane Leuders hat grundständig Sonderschullehramt mit Schwerpunkt Blindenpädagogik in Dortmund studiert. Sie hat dort zum Thema „Förderung der Zahlbegriffsentwicklung bei sehenden und blinden Kindern“ promoviert und arbeitet seit 2009 als Dozentin an der PH Freiburg. Hier forscht und lehrt sie zu den Themen Mathematikunterricht in der Grundschule, Diagnose und Förderung bei Lernschwierigkeiten und Inklusion.

Kontakt:
Juliane Leuders
Pädagogische Hochschule Freiburg, Institut für mathematische Bildung 
Mail: juliane.leuders@ph-freiburg.de" (Zitat und Quelle: Juliane Leuders)